Presseartikel 2011

Fukushima-Opfer nicht vergessen

Drei Chorgemeinschaften aus Bad Ems und Nassau setzen ein Zeichen. Sie erinnern in einem Benefizkonzert an das Erdbeben in Japan und dessen unvergessliche Folgen.

Zugunsten der Opfer verzichten die Chöre und deren Chorleiter auf ihre üblichen Gagen und spenden den Erlös aus der eintrittsfreien Veranstaltung.
Der St.-Martins-Chor Bad Ems und das Chorensemble tonArt aus Nassau haben schon mehrere Benefizkonzerte erfolgreich veranstaltet. Zum Beispiel Anfang 2005 für die Flutopfer in Südostasien oder für die Menschen nach dem Erdbeben in Haiti 2010. Fast 2.000 Euro ergab die „Asienhilfe". Jetzt wollen die Sängerscharen - auch die evangelische Kantorei Bad Ems möchte sich beteiligen - die Kräfte bündeln und ein besonderes Konzert darbieten. Alle Chöre treten einzeln auf und werden auch einen Part gemeinsam bestreiten.
Einen besonderen Reiz macht die Tatsache aus, dass die beteiligten Chöre doch recht unterschiedlich sind – zumindest die Bad Emser im Vergleich zum Chorensemble aus Nassau. Beim St.-Martins-Chor zum Beispiel handelt es sich um einen äußerst traditionsreichen und renommierten Chor der Kurstadt, der sich vor allem der Kirchenmusik verschrieben hat. Das Chorensemble tonArt hingegen ist ein noch recht junger, gemischter und überregionaler Chor, der erst seit wenigen Jahren besteht und vorwiegend modernes und zeitgenössisches, aber auch geistliches Liedgut interpretiert. „Trotzdem gibt es erstaunlich viele Überschneidungen in unserem Repertoire", sagt Lutz Brenner. Und dennoch oder gerade deshalb erwartet das Publikum ein abwechselungsreiches Konzert mit hochwertiger Chormusik, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte.
Statt findet die Veranstaltung an einem geschichtsträchtigen Datum, dem (Sonntag) 11. September 2011 - genau sechs Monate nach Fukushima und zehn Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York, und zwar in der Katholischen Kirche St. Martin, Bad Ems. Der Beginn ist um 18.00 Uhr.

Markus Bär